29.03.2022
Curling

„Eintracht Oldies“ sind Hessenmeister 2022

Die Eintracht-Curlerinnen und -Curler haben zum Ende der Saison erstmals eine Hessenmeisterschaft ausgetragen. Über den Sieg freuten sich Hans Wicki, Juha Honkkila, Wolfram Jeschke und Skip Manfred Hübner.

Die Idee von Mariia Rauhala, neue Vorsitzende der Curling-Abteilung von Eintracht Frankfurt, die Saison nicht einfach nur ausklingen zulassen, sondern mit einer Meisterschaft zu beenden, fand großen Zuspruch. Als Ansporn für alle, die den coronabedingten Schwierigkeiten der Saison getrotzt haben, fand somit die erste Hessenmeisterschaft von Eintracht Frankfurt Curling statt. Fünf Mannschaften traten an den letzten drei Spieltagen, die den Curlern und Curlerinnen zur Verfügung standen, gegeneinander an, um den ersten Hessenmeister auszuspielen. Die Turnierleitung lag bei Jens Herber, selbst Curler der Eintracht und Obmann „Curling“ im Hessischen Eissportverband. Er führte souverän durch das Turnier, bei dem jeweils zwei Spiele à 90 Minuten absolviert wurden. 

Teils hohe Ergebnisse

Bereits am ersten Spieltag war die Wettkampfatmosphäre da. Spannung bei jeder Steinabgabe, die Schreie der Skips, die Befriedigung, wenn der Stein da zu liegen kommt, wo er sein soll, wenn er um einen gegnerischen Stein herumkurvt oder ihn aus dem Haus befördert hat. Die Halle war daher erfüllt von Rufen oder Schreien, die bis ins Falsett hochgingen. So traten am Samstag, 19. März, in der ersten Runde die „Eintracht-Oldies“ gegen die „Eintracht-Newbies“ an und zeigten, was trotz der höheren Jahrgänge noch in ihnen steckt. Mit 4:3 rangen sie die Youngsters nieder. Auf dem zweiten Rink schlug „Eintracht Mittwoch“ das Team „Bundesbank A“ klar mit 9:2. In der zweiten Runde gingen die „Oldies“ dann allerdings mit 8:2 unter. Die Niederlage zeichnete sich ab, als sie im vierten End ein Dreierhaus kassierten. Auf dem Rink nebenan zeigten sich die „Newbies“ von der besseren Seite und siegten gegen Team „Mittwoch“ mit 5:4. Am Mittwochabend war nur eine Runde möglich. Bei der die „Newbies“ ihr ganzes Können zeigten, als sie „Bundesbank A“ mit 9:2 niederrangen, wobei ihnen ein Fünferhaus im vierten End „das Eis ebnete“. Am Nebenrink setzte sich „Eintracht Mittwoch“ mit 6:2 gegen „Bundesbank B“ durch.

Am Samstag, 26. März mussten die Entscheidungen fallen. Eine war, dass bei den „Oldies“ Hans Wicki wegen Corona ausfiel, ihn ersetzte Juha Honkkila. Die „Oldies“ setzten sich dann im ersten Spiel gegen „Eintracht Mittwoch“ mit 7:2 durch, wobei ihnen ein Viererhaus bereits im ersten End den Weg bereitete. Auf dem Nebenrink schlug das bislang sieglose Team „Bundesbank A“ die berufliche Konkurrenz „Bundesbank B“ überraschend hoch mit 9:2. Hier trugen ein Vierer- (4. End) und ein Dreierhaus (6. End) zum hohen Endstand bei.

Da die „Newbies“ im letzten Spiel gegen „Bundesbank B“ mit 4:7 unterlagen – ein Fünferhaus im 1. End hatte die Erwartungen geknickt –, die „Oldies“ dagegen mit 6:2 gegen „Bundesbank A“ gewannen, wurden die älteren Herren nun zu den Siegern der ersten Hessenmeisterschaft gekürt. Das Ereignis wurde dann in der alten Apfelweinstube „Solzer“ an der Bergerstrasse gebührend begossen.

International und Inklusion

Erfolgreich war die Meisterschaft auch noch in einer anderen Hinsicht. Demonstriert wurde nicht nur erstaunlich hohes Können der Eintracht-Curlerinnen und Curler, auch die Inklusion kam zum Zuge, trugen doch im Team „Eintracht Mittwoch“ Aurel Tugulea als Rollstuhl-Curler und Jörg Groh als Gehörloser mit ihrem Können zur guten Leistung bei. Auch international ist die Eintracht-Abteilung breit gefächert. Nicht weniger als fünf Nationen (Finnland, Japan, Moldawien, Neuseeland, Schweiz) waren am Turnier vertreten. Die Begeisterung, die das von Mariia Rauhala initiierte Event auslöste, deutet darauf hin, dass es in der Saison zu einer Wiederholung kommen könnte. 

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