19.02.2026
Bobsport

Haarscharf am Podest vorbei

Spannung pur im Olympia-Viererbob-Finale: Team Ammour kämpfte um Bronze, verpasste allerdings das Podium denkbar knapp um vier Hundertstel. Gold ging an das Team Lochner, Team Friedrich holte Silber.

Am letzten Wettkampftag bei den Olympischen Winterspielen wurde Team Ammour um Adam Ammour, Issam Ammour, Joshua Tasche und Alexander Schaller denkbar knapp vierter. Vier Hundertstel fehlten auf den ersehnten Bronzerang. 

Nach dem ersten Lauf musste das Team direkt um eine Medaille bangen: Team Ammour lag mit sechs Zehnteln Rückstand auf das führende Team Lochner auf Rang fünf. Doch das Rennen um den Bronzerang war noch immer offen. Zwischen dem drittplatzierten Team Hall (+0,48) und dem zehntplatzierten Team Kalenda (+0,73) lagen lediglich 25 Hundertstel. 

Starke Aufholjagd in Lauf zwei

Im zweiten Durchgang zeigte Team Ammour, dass mit ihnen zu rechnen war: Mit der schnellsten Zeit im zweiten Lauf arbeitete sich das Team auf Platz drei vor. Nach dem ersten Tag sah das Zwischenklassement damit folgendermaßen aus: Team Lochner blieb auf Goldkurs, während Team Friedrich knapp dahinter Rang zwei hielt – nur 16 Hundertstel trennten Team Friedrich und Team Ammour. Team Ammour hatte 12 Hundertstel Vorsprung auf Team Vogt, das auf Platz vier lag.

Krimi um die Medaillenentscheidung

Nach dem dritten Lauf entwickelte sich das Rennen noch einmal zu einem Krimi. Team Ammour ließ wichtige Zeit liegen und verlor den Anschluss an die Spitze. 44 Hundertstel fehlten nun auf Team Friedrich, bereits 90 Hundertstel auf Team Lochner. Der Vorsprung auf Team Vogt auf Rang vier schrumpfte indessen auf nur noch neun Hundertstel. Das italienische Team um Patrick Baumgartner, das auf der Bahn zuvor im Training mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hatte, folgte auf Rang fünf. Es versprach, ein spannender, enger Finallauf zu werden. 

Im finalen Lauf fiel die Entscheidung dann mit hauchdünnem Ausgang. Team Ammour musste sich denkbar knapp geschlagen geben und verpasste die Bronzemedaille um nur vier Hundertstel. Gold sicherte sich Team Lochner in 3:37,57 Minuten, Silber ging an Team Friedrich, Bronze an das Schweizer Team Vogt. Für Team Ammour bleibt trotz des undankbaren vierten Platzes eine starke Olympia-Leistung, auf die sie stolz sein können.