Die Saison verlief für die 22-Jährige bisher nicht optimal und umso größer war die Motivation für die Weltmeisterschaft der Junioren. Gemeinsam mit ihrer Pilotin Charlotte Candrix ging sie in der Schweiz an den Start und bereits nach dem ersten Lauf wurde deutlich, was sich die beiden vorgenommen hatten. Mit Startbestzeit und einer Zeit von 1:09,61 Minuten belegten sie nach dem ersten Lauf Rang eins. Die Konkurrenz war gewarnt und konnte den beiden auch im zweiten Lauf nichts entgegensetzen. Wieder mit einer Startbestzeit rasten sie im zweiten Lauf zu Gold und damit zum Junioren-Weltmeistertitel. In Lauf zwei fuhren sie 1:09,24 Minuten, kamen somit auf eine Gesamtzeit von 2:18,85 Minuten und ließen der Konkurrenz keine Chance.
Es ist schon etwas Besonderes, sich Junioren-Weltmeisterin nennen zu können.
Cynthia Kwofie
„Wir waren natürlich etwas nervös, das gehört dazu. Aber die Trainings liefen sehr gut und da hat sich bereits abgezeichnet, dass wir die Chance auf den Sieg haben“, so Kwofie rückblickend, die noch ergänzend hinzufügt: „Auch wenn es nur ein kleines Teilnehmerfeld war, sind wir äußerst zufrieden mit unserer Leistung. Es ist schon etwas Besonderes, sich Junioren-Weltmeisterin nennen zu können.“
Im letzten Jahr wurden Kwofie und Candrix noch Dritte, in diesem standen sie nun mit 0,53 Sekunden Vorsprung vor dem zweiten deutschen Bob (Daina Filipszki und Lauryn Siebert) und den Drittplatzierten aus der Schweiz (Debora Annen und Julie Maria Leuenberger) ganz oben auf dem Treppchen in St. Moritz. Dabei zählt der Titel sowohl in der U23- als auch in der U26-Wertung. Einziger Wermutstropfen, die Regelung, dass die Sieger der Junioren-Weltmeisterschaft sich automatisch für die Senioren-Weltmeisterschaft qualifizieren, wurde in diesem Jahr abgeschafft. Dennoch blickt Kwofie positiv in die Zukunft und hat bereits das Ziel für nächstes Jahr vor Augen, denn da soll der Titel verteidigt werden.