Die Bobsaison neigt sich dem Ende entgegen, in Winterberg stand in den letzten Tagen das vorletzte Europacup-Wochenende der Saison an. Mit Maximilian Illmann, Eric Strauß, Christoph Peth sowie Maureen Zimmer und Mira Baus stellten sich gleich fünf Eintrachtler:innen der Herausforderung im Eiskanal und kämpften um die Medaillenränge.
Gold im Zweierbob
Das Wochenende startete mit den Wettkämpfen im Zweierbob der Männer, bei denen Pilot Maximilian Illmann zum wiederholten Mal in dieser Saison brillierte. Der talentierte Adlerträger lieferte zusammen mit Felix Dahms eine überzeugende Leistung ab, erreichte in beiden Durchgängen die Startbestzeit und war auch in der Bahn nicht zu schlagen. Folgerichtig sicherte sich der 26-Jährige den obersten Podestplatz und setzte seine bis dato makellose Saisonbilanz fort. Sieben Mal startete der Eintrachtler in dieser Saison, sieben Mal gewann er am Ende die Goldmedaille.
Es waren aber nicht die einzigen Rennen, die Maximilian Illmann an diesem Wochenende bestritt. Auch bei den Wettkämpfen im Viererbob war der vielversprechende Pilot mit von der Partie. Am Samstag wurde er dabei unter anderem von seinem Vereinskollegen Eric Strauß unterstützt. Mit Christoph Peth ging ein weiterer Eintrachtler bei den Rennen an den Start, der Anschieber nahm im Schlitten von Laurin Zern Platz.
Auch im Vierer nicht zu schlagen
Wie schon am Vortag war es auch am Samstag wieder Maximilian Illmann, den es zu schlagen galt. Trotz eines nicht ganz perfekten Starts führte Team Illmann das Feld nach dem ersten Durchgang an, der Vorsprung auf den zweiten Platz betrug lediglich drei Hundertstel. Im zweiten Lauf ließen die beiden Adlerträger und ihre Kollegen aber nichts mehr anbrennen, dominierten vom Start bis zur Ziellinie und sicherten sich mit einer Gesamtzeit von 1:49.54 Minuten den ersten Platz.
Christoph Peth landete zusammen mit Team Zern trotz starker Leistung am Start auf dem vierten Rang. Für den Junioren-Weltmeister war es das letzte Rennen der Saison, schon während des Wettkampfs wurde der Anschieber von muskulären Problemen ausgebremst.
Am Sonntag wurden weitere Rennen im Viererbob ausgetragen, dieses Mal ging Pilot Maximilian Illmann als einziger Eintrachtler an den Start. Der Adlerträger knüpfte nahtlos an seine bisherigen Leistungen an, präsentierte sich in der Bahn in Bestform und führte sein Team zum dritten Sieg des Wochenendes.
Er hat in diesem Jahr einen riesigen Sprung gemacht und ein neues Level erreicht.
Tim Restle, Trainer und sportlicher Leiter
„Maximilian Illmann war wieder einmal überragend. Es ist sehr beeindruckend, was er fahrerisch leistet“, zeigte sich Trainer und sportlicher Leiter Tim Restle voll des Lobes für seinen Piloten. „Er hat in diesem Jahr einen riesigen Sprung gemacht und ein neues Level erreicht. Es freut mich, dass er das so bestätigen kann und Konstanz in seine Leistungen gebracht hat. Er ist auf einem sehr guten Weg.“
Zimmer im Verletzungspech
Für Maureen Zimmer lief das Wochenende dagegen weniger nach Plan. Bereits beim Aufwärmen für das erste Rennen im Monobob verletzte sich die Pilotin, schätzte die Probleme zunächst aber als nicht allzu gravierend ein. Im Wettkampf zeigten sich dann aber die Auswirkungen, ihre Zeiten waren deutlich unter ihrem normalen Niveau. Die Eintrachtlerin gab dennoch nicht auf und brachte den Wettkampf trotz Verletzung auf dem dritten Platz zu Ende. Eigentlich sollte Zimmer daraufhin auch bei den Rennen im Zweierbob an den Start gehen, aufgrund ihrer Verletzung griff die Pilotin in der Folge aber nicht mehr ins Wettkampfgeschehen ein.
„Man hat im ersten Lauf am Start gesehen, dass etwas nicht stimmt. Ihre Physiotherapeutin hat versucht, es zwischen den Durchgängen zu richten, aber es ging einfach nicht“, berichtet Trainer Tim Restle im Nachgang des Wochenendes. „Ihre Siegesserie ist dadurch leider gerissen, obwohl ihre fahrerischen Leistungen gut waren. Das Wochenende und das Jahr waren damit gelaufen. Sie hat in der Saison sportlich einen großen Sprung gemacht, konnte aber durch die gesundheitlichen Probleme aus dem Sommer physisch nie ihr höchstes Level erreichen.“
Baus setzt ihren Lauf fort
Dennoch war auch bei den Rennen im Zweierbob eine Eintrachtlerin mit von der Partie. Charlotte Candrix wurde am Sonntag von Eintracht-Anschieberin Mira Baus unterstützt. Zusammen lieferten die beiden einen starken Auftritt und lagen bereits nach dem ersten Durchgang in Führung. Den Sieg ließen sich die beiden daraufhin nicht mehr nehmen, stattdessen steigerten sie sich am Start sogar noch einmal und fuhren mit einer Gesamtzeit von 1:54.62 Minuten sensationell zu Gold. Es war damit das nächste Topergebnis für Mira Baus, die in ihrer ersten Wettkampfsaison nach drei Starts bereits zwei Mal Gold sowie eine Silbermedaille vorzuweisen hat.